Teiloffenes Konzept  Plus! 

Wir begreifen den Menschen als ein soziales Wesen, das von Geburt an bis ins hohe Alter in den unterschiedlichsten Groß- und Kleingruppen lebt, lernt und sozialisiert wird. Die Kindertagesstätte erweitert oftmals als erste Institution die „Gruppe der Familie“. Dort treffen Kinder aufeinander, die sich unterscheiden
•    im Alter
•    im Entwicklungsstand
•    in der Herkunft
•    in der Persönlichkeit.
Das soziale Miteinander steht im Vordergrund (sie müssen teilen, helfen, Rücksicht nehmen).

In unserer Einrichtung gibt es vier Gruppen. Eine Krippengruppe und drei altersgemischte Kindergartengruppen. Alle Kinder gehören einer Stammgruppe an, der auch festes Bezugspersonal zugeordnet ist.
Die Gruppenräume der altersgemischten Gruppen werden während der geöffneten Zeit als Schwerpunkträume genutzt und sind allen Kindern zugänglich. Durch gemeinsame Gruppenzeiten (Morgen- und Abschlusskreis) und die festen Bezugspersonen entwickelt sich eine Gruppenzugehörigkeit. Die Stammgruppe ist Anlaufpunkt und bietet den Kindern Sicherheit und Orientierung - es entsteht ein positives Gemeinschaftsgefühl.

 

Teiloffenes Konzept Plus!


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Am Montagmorgen, in der Zeit von 9:00 Uhr bis 9:15 Uhr, finden sich alle Kinder der altersgemischten Gruppen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern zum gemeinsamen Wochenstart in der Halle ein. Ein gemeinsam gesungenes Segenslied entlässt alle Kinder, Erzieherinnen und Erzieher zum Start in eine neue Woche.
Ein wichtiges Element im Tagesablauf ist der Morgenkreis in der Zeit von 9:00 Uhr bis 9:15 Uhr. In diesem Zeitraum versammeln sich die Kinder Dienstag bis Freitags, um sich in der vertrauten Umgebung des Gruppenraumes zu begrüßen.

Die überschaubare Gruppenstruktur ermöglicht den Bezugserzieherinnen und Bezugserziehern auf das einzelne Kind einzugehen. Sie sind Ansprechpartner für Wünsche und Anliegen des Kindes. Es wird gesungen, gespielt und je nach Situation werden verschiedene Themen erörtert sowie der Geburtstag des Kindes in den Mittelpunkt gerückt. Wichtig ist die Vorstellung der täglichen Angebote. Rückfragen werden geklärt und somit die Entscheidung für ein bestimmtes Spielangebot getroffen.
Das Kind wählt für die Dauer der Freispielphase/geöffneten Zeit einen Schwerpunktbereich bzw. teilt den Bezugserzieherinnen und Bezugserziehern mit, in welchem Bereich es spielen möchte. Nach Beendigung der Freispielphase um 11:00 Uhr, findet sich jedes Kind zum Abschlusskreis erneut in seiner Stammgruppe ein. Das Kind hat die Möglichkeit im gemeinsamen Gespräch mit den Gruppenerzieherinnen und Gruppenerziehern und den übrigen Kindern über das am Vormittag Erlebte in Austausch zu treten und zu reflektieren.
Der Abschlusskreis bietet Raum zum Singen, Spielen und das Gestalten kleiner Geburtstagsfeiern.

Neben der Sicherheit der eigenen Gruppe braucht ein Kind zunehmend Freiräume, um eigenverantwortlich und selbstbestimmt seinen Alltag gestalten zu können. Daher öffnen wir die altersgemischten Gruppen über einen weiten Zeitraum des vormittags (9:15 Uhr bis 11:00 Uhr).
Das Kind erhält die Möglichkeit, Erfahrungen außerhalb der Stammgruppe zu sammeln und zu seiner weiteren Selbstentfaltung in Kontakt und Austausch mit Kindern und Erwachsenen anderer Gruppen zu treten. So bilden sich Interessengruppen außerhalb der Stammgruppe. Durch die ganz bewusste Erweiterung von Entscheidungsspielräumen wird ein konsequenter Weg der Freiheit angestrebt.

In der Freispielphase hat jedes Kind die Möglichkeit zwischen verschiedenen Schwerpunktbereichen zu wählen:
•    Baubereich und Experimentierecke
•    Regel- und Rollenspielbereich
•    Kreativbereich
•    Bewegungsbaustelle/Turnraum
•    Außengelände

(J.Böttner, 20.3.2015)